Trypophobie – Die Angst vor Löchern

Trypophobie – Wenn die Angst vor Löchern das Verhalten bestimmt 

Auch wenn sich manch einer über verschiedene Angstattacken lustig machen möchte, so gehört die Angst vor Löchern – oder auch Trypophobie genannt, zu ernst zu nehmenden Krankheiten. Menschen, denen schon der Anblick eines Schwamms Angst einflößt, leiden meist im Alltag still vor sich hin. Denn die Krankheit, die mit unerklärbarer Angst vor Löchern und gelöcherten Materialien wie einem Schwamm auslöst, ist bislang weitgehend unbekannt und dementsprechend wenig erforscht. Wenn Sie sich jetzt angesprochen fühlen oder im näheren Umfeld eine Person kennen, die mit Ängsten vor Löchern zu kämpfen haben, lassen Sie sich gesagt sein: Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten bei Trypophobie. Denn das Gehirn verbreitet Angst und Schrecken, ohne dass eine tatsächliche Gefahr besteht.

So zeigt sich die Angst vor Löchern

Manche Menschen kennen es nur zu gut: Der klassische Schwamm mit seinen kleinen Löchern oder Poren löst bereits Angst aus. Auch Ausgestanztes oder gelöcherte Materialien erwecken unangenehme und die kaum erklärbaren Ängste der Trypophobie. Die Betroffenen reagieren mit Unwohlsein, einem flauen Gefühl im Magen, Schwindel oder schwerer Übelkeit. Einige möchten am liebsten sofort wegrennen und würden mit solch einer Reaktion nur Unverständnis auslösen. Teilweise werden damit kaum erträgliche Assoziationen von Verletzungen oder Krankheiten in Verbindung gebracht. Dabei kann es sich einerseits um einzelne Löcher wie in einem Stück Holz handeln oder aber die Anhäufung kleiner Löcher, wie sie auf Papieren oder bestimmten Ziegelsteinen zu sehen sind.

Woher kommt die Angst vor Löchern?

Die Forschung der Trypophobie steckt sozusagen noch in den Kinderschuhen. Bei ersten Studien mit Probanden kamen dennoch erstaunliche Resultate ans Tageslicht. Denn die Überlegungen bei der Auswertung erreichten einen erstaunlichen Rückblick: Schützt der Mensch sich instinktiv vor giftigen Tieren mit einem fast vergessenen Fluchtreflex? Eine interessante These, die ein weiteres Mal den natürlichen Kreislauf der Natur widerspiegelt. Bei einer Versuchsstudie mit 300 Testpersonen wurde jedem Probanden ein Foto mit der Abbildung einer Lotussamenkapsel  gezeigt. Interessanterweise waren es auch 29 Personen, die sich beim Anschauen des Bildes unwohl fühlten. Ist die Angst vor Löchern also größer als bisher geglaubt? Einer der Probanden antwortete auf das ihm  vorgelebte  Bild mit einer erweiterten Aussage. Er erzählte, dass es nicht nur die Löcher sind, die ihm Angst bereiten. Ferner seien es auch bestimmte Tiere, gegen die er eine sehr starke Abneigung empfindet. Dazu gehört auch ein  blaugeringelter Oktopus. Bei der Analyse dieses Tieres stellte sich heraus: Es zählt zu den giftigsten Tieren, die es auf der Welt gibt. Die Haut ist von kleinen dunklen Ringen durchsetzt, die ähnlich wie Löcher aussehen. Basierend auf dieser Auswertung legten sie den Probanden weitere Fotos von diesem Oktopus und anderen extrem giftigen Tieren vor. Darunter auch der allgemein bekannte  Kugelfisch und der weniger bekannte Inlandtaipan.

Trypophobie – Die Angst vor Löchern: Quelle instinktiver Ängste

Weiterhin stellten die Forscher fest, dass die Hautoberfläche der Tiere extrem starke Kontraste von Helligkeit und Farbe aufwiesen. Dabei war die Anordnung von Flecken, Ringen oder Punkten auf der Oberfläche der Tiere auffallend ähnlich. Bei der Betrachtung vergleichbarer Bilder reagierten sie auf die Abbildungen der Tiere annähernd gleich. In der Abfolge der Gedankengänge bedeutete dies für die Forscher nur eine Lösung: Der Anblick von einer Anhäufung von Löchern oder ähnlichen Gebilden führt zu einer, im Grunde gesunden Angst, die den Menschen vor genau den giftigsten Tieren des Globus schützt. Allein der Anblick mit dem bloßen Auge suggeriert unbewusst eine Gefahr – und so entsteht die Angst vor Löchern.

Die Tierwelt zeichnet gefährliche oder gar giftige Tiere durch auffallend grelle Farben. Andere Tiere, auch aus weit entfernten Regionen, erkennen die Gefahr und halten sich durch entsprechenden Abstand fern um in Sicherheit zu bleiben. Es sieht ganz so aus, als hätte der Mensch, der ja Teil des  Naturkreislaufes  ist, ähnliche Sicherheitsmerkmale und ist zu seinem Schutz mit evolutionären Mechanismen ausgestattet. Jeder kennt das instinktive Wegziehen der Hand wenn Gefahren drohen. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass die Natur nicht nur dem hochgiftigen Ostopus eine Signalfarbe mit entsprechendem Muster gegeben hat. Auch Windpocken oder Masern geben mit einer durchaus ähnlichen Assoziation eine löchrige Struktur ab. Anderen Menschen wird auf natürliche Art vermittelt, dass es sich hier um eine potenzielle  Gefahrensituation handelt. Bei Lebensmitteln sind es die Maden, die sich durchfressen und ein  Lochmuster erzeugen. Instinktiv möchte niemand solche verdorbenen Lebensmittel essen, die durchaus zu Krankheiten führen können. Die Angst vor Löchern ist demnach erklärbar und zeigt, dass einige Menschen im Alltag so extrem reagieren, dass ihre Lebensqualität beeinflusst wird.

Wenn Angst vor Löchern zur Krankheit wird

Die Trypophobie in abgeschwächter Form beginnt beim Gefühl von Ekel. Schon der Gedanke oder das Bild eines von Maden durchlöcherten Apfel löst bei nahezu jedem Menschen ein Gefühl des Ekels hervor. Hier springt der  Alarmmechanismus  aus Urzeiten ein, den der Mensch in seinen Genen trägt. Hierbei handelt es sich noch nicht um die Krankheit der Trypophobie. Wenn jedoch eine, von Trypophobie betroffene Person in öffentlichen Verkehrsmitteln beim Anblick der gemusterten Sitze in Angst und Schweißausbrüchen ausbricht, dann ist hier eine neue Stufe der Angst-  bzw. Panikstörung erreicht.

Mithilfe von Hypnose die Trypophobie erfolgreich behandeln

Das Unterbewusstsein ist der Platz, an dem Phobien und tief verankerte Ängste gespeichert werden. Im normalen Alltag erreicht der Mensch das Unterbewusstsein nicht und kann daher seine Ängste schwer beeinflussen. Hier setzt die Arbeit mit der Hypnose bei der  Angststörung  an, sodass die Betroffenen innerhalb weniger Stunden die Trypophobie überwinden. Mit dem Ziel, die Angst vor Löchern zu überwinden, bietet die Hypnose den idealen Ansatz für eine kurzfristige Behandlung. Als  Kurzzeittherapie  sind Menschen mit Trypophobie in kürzester Zeit von ihren extrem unangenehmen Ängsten befreit. Diese seelische Befreiung ermöglicht wieder einen emotional freien Alltag. Neben der Hypnose gibt es weitere Emotions-Coaching Techniken, die Menschen mit Angst vor Löchern wieder ein lebenswertes Dasein ermöglichen. Der Ekel und die ursprüngliche Frucht, die sich zur unüberwindbaren Angst abgeändert haben, werden mit Hypnose gezielt bearbeitet. Schon nach kurzer Zeit ist es möglich, die Anhäufungen von Löchern ohne Ängste zu ertragen.

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